Diana Menschig

Zu schön, um wahr zu sein * Michael Lagers

Diana Menschig
Zu schön, um wahr zu sein * Michael Lagers
Photo: LWL/ S. Kuhn

Photo: LWL/ S. Kuhn

Michael Lagers

Geboren: 1974, studierte Geschichte und Biologie (Lehramt). Nach einem Volontariat am LWL-Museum für Archäologie in Herne übernahm er als wissenschaftlicher Referent die Leitung der Museumspädagogik vor Ort. 2012 Promotion an der Universität Bielefeld bei Prof. Dr. Heinrich Rüthing.
Die Ausstellung „Irrtümer & Fälschungen der Archäologie“ hat er im Konzeptionsteam von Beginn an mitgestaltet.

Historisch-archäologische Fälschungen

“Die Welt, die will betrogen sein” – formulierte bereits zum Ende des 15. Jahrhunderts der Straßburger Humanist Sebastian Brant. Will sie das wirklich? Manche spektakulären Fälle wie die vermeintlichen Hitlertagebücher verschaffen zumindest den Eindruck, denn oftmals gelang es Fälschern zu leicht und mit geradezu stümperhaften Methoden, zu täuschen. Andere wiederum haben wahre Kunstwerke geschaffen, die inzwischen die gleiche Geltung und Wertigkeit besitzen wie Originale. 

Fest steht: Fälscher wollen betrügen, und dies gelang ihnen in der Vergangenheit höchst kreativ. Nicht immer waren es Profitgier, Geltungsdrang oder der Wunsch nach Ruhm und Ehre, die zum Fälschen motivierten. Auch politisch-ideologische Motive und die moralische Überzeugung, im Recht zu sein trieben zum Betrug an. Eine Auswahl von Fällen von der Antike bis in die Gegenwart wird dies verdeutlichen und die Zuhörer bei einigen Beispielen selbst als Betrogene erscheinen lassen.