Diana Menschig

Diskussionsrunde: Liferollenspiel und Reallife-Experiences

Diana Menschig
Diskussionsrunde: Liferollenspiel und Reallife-Experiences
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Flucht in fremde Welten oder neue Literaturform?

Liferollenspiele finden Tausende von Spielerinnen und Spielern, die sich in größeren und kleineren Gruppen zusammenfinden. Gleichzeitig gilt das Format als hilfreich in Psychologie und Lehre. In den letzten Jahren entwickeln sich auch international übergreifende Formate, die Menschen immer öfter auch in von Schreibenden erschaffene Welten abtauchen lassen.
Schamlose Realitätsflucht oder wirksames Instrument für die Jugendarbeit? Gegenstand dieser Diskussion ist, ob und was man aus Liferollenspielen und Reallife Experiences lernen kann, ob es sich dabei um ein literarisches Format handelt und wie man damit in Zukunft umgehen sollte.

 

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Tom Finn, Autor

wurde 1967 in Chicago geboren und lebt in Hamburg. Der ausgebildete Werbekaufmann und Diplom-Volkswirt ist preisgekrönter Spiele- und Romanautor und hat einige Jahre als Lektor und Dramaturg in Ullmann Verlag für Film, Fernsehen & Theater sowie als Chefredakteur des großen, deutschen Phantastik-Magazins „Nautilus“ gearbeitet. Seit 2003 arbeitet er hauptberuflich als Roman-, Theater- und Drehbuchautor (darunter Produktionen für ARD, SAT1, NDR und das Alte Schauspielhaus in Stuttgart sowie zahlreiche Romane für Piper, Knaur, Ravensburger, Lyx, Bastei-Lübbe und Heyne). Zu seinen Hobbies zählen seit gut 30 Jahren Pen & Paper- sowie Live-Rollenspiele.

Jorina Clara Hilsberg, Otherlifegames

organisiert seit 2014 Liverollenspiele, bei denen besonderer Wert auf den Aufbau einer in sich stimmigen Welt gelegt wird. Zum einen geht es dabei natürlich um Ausstattung und Optik dieser Welten, Jorinas Schwerpunkt liegt aber vor allem auf dem Design der politischen Hintergründe. Dabei geht es um Gesellschaftsstrukturen, juristische Systeme, Traditionen und dem Erstellen von Charakteren, deren Motivation sich aus dem Aufwachsen in einer Gesellschaft ergibt, die sich von unserer unterscheidet. Jorina hat Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen mit dem Schwerpunkt Historik und Rechtsphilosophie studiert, und eine Ausbildung zur Eventmanagerin absolviert.

Robin Junicke, Theaterwissenschaftler

ist promovierter Theaterwissenschaftler (Ambivalenzen. Performativität und Fantastik im Rollenspiel) und arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Masterstudiengang Szenische Forschung sowie als Lehrbeauftragter an der Folkwang Universität der Künste und der Kunstuniversität Graz. Er ist zudem frei als Theater- Dokumentarist und Dramaturg aktiv. Seine Forschungsschwerpunkte sind Spieltheorie, Fantastikforschung, Dramaturgie und Dokumentationsmethoden szenischer Künste.

Jakob Schmidt, Journalist dlf